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Wie wird man eigentlich Übungsleiter
“Ich bräuchte da ab und zu mal jemanden, mit dem ich den Kindern ein paar Techniken
zeigen kann. Wie sieht’s aus, hättest du Freitagnachmittag Zeit?“
Als mich Sieglinde Siegel, die damals das Kindertraining leitete, das fragte, war ich 18 oder 19 Jahre
alt. Und weil ich dachte, ab und an ein paar Würfe zu zeigen könne nicht so schlimm sein, begann mit dieser folgenschweren Frage meine Karriere als Übungsleiter im Judo-Verein Maximiliansau.
Was folgte, waren Jahre, die manchmal sehr stressig, aber auch sehr abwechslungsreich waren. Wer schon mal allein mit zwanzig lärmenden Kindern (zur selben Zeit) auf der Matte stand,
weiß, wovon ich spreche. Und wenn man dann noch versucht, den Kids etwas Sinnvolles beizubringen, geht der Spaß erst richtig los.
Trotzdem war es eine schöne Zeit. Das fing schon
an mit der Übungsleiter-Ausbildung in Landau, zusammen mit Matthias Gerspach, und den folgenden gemeinsamen Anfängerkursen. Es gibt Gerüchte, wonach unsere Vorsitzende über einen unserer
Anfängerkurse den Weg in den Verein gefunden hat.
Erwähnenswert sind natürlich auch die vielen Freizeiten, an denen ich im Laufe der Zeit beteiligt war. Das Interessante an so einer
Freizeit ist, dass man die Horde nicht nur ein paar Stunden, sondern tage- und nächtelang am Hals hat. Über die Spätfolgen so einer Veranstaltung ist leider noch nichts bekannt.
Noch
viel erfreulicher ist jedoch die Tatsache, dass einige der Kinder, deren Übungsleiter ich war, dem Verein immer noch die Treue halten und inzwischen am Erwachsenentraining teilnehmen.
Eine gewisse Mandy Streich, die auch mal als eines meiner Judo-Kinder angefangen hat, hilft mir inzwischen als Assistentin im Kindertraining. Dabei hab ich sie nur gefragt, ob sie freitags ab
und zu mal Zeit hätte, den Kindern ein paar Techniken zu demonstrieren... André Bonnet
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