Der schwarze Gürtel

 

 

Welcher Judoka träumt nicht einmal davon, den schwarzen Gürtel tragen zu können? Für die meisten bleibt es beim Traum, denn der Weg bis zu dieser Farbe ist steinig, die überwiegende Mehrzahl hört spätestens beim braunen Gürtel auf. Und für viele Außenstehende ist der schwarze Gürtel ein Mythos.

Arno Manier und Toni Petschner waren die ersten “selbstgestrickten” Vereinsmitglieder, die 1987 die Prüfung zum schwarzen Gürtel erfolgreich ablegten. Vorangegangen waren viele Wochen harten Trainings im alten Dojo.

Nach ihnen wagten nur noch Jens-Uwe Gaspar (1997) und Wolfgang Meier (2000) diesen Schritt.

 

Arno Manier und Toni Petschner nach der Dan-Prüfung

 

 

 

Gürtelprüfungen

 

 


Die ”Dienstgradabzeichen” der Judoka sind ihre Gürtelfarben. Neben dem rein praktischen Zweck, die Judojacke zusammen zu halten, haben sie aber noch eine ganz andere Bedeutung. Man erkennt an der Gürtelfarbe auf den ersten Blick den Ausbildungsstand des Judoka.

Anfänger tragen den weißen Gürtel. Alle weiteren Gürtel können innerhalb von sechs Monaten durch Ablegen einer Prüfung erworben werden. Es folgen dann die Farben weiß-gelb, gelb, gelb-orange, orange, orange-grün, grün, blau und braun. Diese Gürtel sind Schülergrade.

Die schwarzen Gürtel sind die Meistergrade. Man nennt sie Dan-Grade. Diese können ebenfalls bis zum 5. Dan durch Prüfungen erworben werden. Darüber hinaus werden die Dan-Grade nur noch verliehen.

In der Gürtelprüfung müssen praktische Kenntnisse aus der Fallschule, den Bodentechniken (Würgegriffe, Armhebel) und den Standtechniken gezeigt werden. Die Anzahl und Schwierigkeit der zu demonstrierenden Techniken steigen mit dem Gürtelgrad.

Bis zum grünen Gürtel kann ein vereinseigener Prüfer tätig werden. Für den blauen und braunen Gürtel ist ein zweiter Prüfer aus einem anderen Verein erforderlich. Die Dan-Prüfungen erfolgen zentral vor drei Prüfern beim Judo-Verband Pfalz.

Für den Judo-Verein Maximiliansau war Toni Petschner von 1984 bis 2004 als Prüfer tätig. Derzeit prüft Jens-Uwe Gaspar. Bislang haben alle Prüflinge bestanden. Dies ist das Ergebnis einer gründlichen Vorbereitung durch die jeweiligen Übungsleiter. Die Prüfungen finden in der Regel vor den Sommer- und vor den Weihnachtsferien statt. Nach bestandener Prüfung bekommen die Judoka eine Urkunde. Sie erhalten damit das Recht und die Pflicht, den neu erworbenen Gürtel zu tragen.

 

Jens Gaspar und Toni Petschner, langjährige Prüfer

 

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